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Zeitzeuge Ernst Grube erzählt aus seinem Leben als verfolgter Jude im 3. Reich


Am 26.05.2011 schilderte Ernst Grube 6 Berufsschulklassen Stationen seines Lebens, dass in seiner Kindheit und Jugend von der Judenverfolgung geprägt war.
Ernst Grube wurde 1932 als Kind einer Jüdin und eines evangelischer Sozialisten in München geboren. Im „arisierten“ Wohnhaus in der Herzog-Max-Straße dreht man der Familie Wasser, Strom und Gas ab. Dem Terror ausgesetzt und zum Verlassen der Wohnung gezwungen, bringen die Eltern die Kinder in das jüdische Kinderheim in der Antonienstraße in München-Schwabing unter.

In April 1942 wird schließlich das Kinderheim aufgelöst. Die Kinder werden mit ihren Betreuerinnen in das Sammel- und Deportationslager Milbertshofen im Münchner Norden gebracht, dann in die "Heimanlage für Juden" in Berg am Laim.
Diese wurde Frühjahr 1943 aufgelöst. 1945 wird er mit seinen beiden Geschwistern und seiner Mutter ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert.
Die Befreiung der überlebenden Häftlinge des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee rettete ihm und seiner Familie das Leben. Im Juni 1945 kommt er nach München zurück. Er wird Malermeister, holt auf dem 2.Bildungsweg sein Abitur nach, studiert und wird Berufsschullehrer.

Herr Grube beschrieb seinen Lebenslauf sehr plastisch und anschaulich. Unsere Schüler zeigten sich sehr betroffen und bewiesen ihr Interesse durch zahlreiche Fragen.