• Wir über uns  »
• Abteilungen  »
• Fachbereiche
• Deutsch
• Schulbücherei/Buch des Monats
• Autorenlesungen/Workshops
• Nevfel Cumart
• Hans-Jörg Schmidt
• Antonia Michaelis
• Vladimir Vertlib
• Barbara Krohn
• Letitia Wahl
• Friedrich Brandl
• Felix Römer
• Barbara Coudenhove-Kalergi
• Elfi Hartenstein
• Pauline Füg
• Christian Ritter
• Dr. Peter Becher
• Matthias Kneip
• Felix Römer
• Nevfel Cumart
• Felix Römer
• Wolfgang Eckl
• Marianne Ach
• Holly-Jane Rahlens
• Ralf Isau
• Friedrich Brandl
• Urs Fiechtner und Sergio Vessely
• Andrea Paluch
• Benno Hurt
• Literaturwettbewerb (oberpfalzweit)  »
• Schreibwettbewerb (schulintern)  »
• Schreibwerkstatt
• Fremdsprachen
• Sozialkunde  »
• Ethik
• Religion  »
• Sport  »
• Aktuelles  »
• Downloads/Formulare
• Schüler  »
• Betriebe  »
• Schulentwicklung  »
• Erneuerbare Energien  »
• Veröffentlichungen  »
• Fremdsprachenschulen  »

Deutschunterricht einmal anders – Marianne Ach liest aus ihren Werken



Am Dienstag, den 19.10.2010, kamen am Vormittag die Schulerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Fremdsprachen und am Nachmittag die Schülerinnen der Klassen GAH 10 b und GZH 10 in den Genuss, an einer Autorenlesung mit der Schriftstellerin Marianne Ach aus München teilzunehmen. Frau Ach, eine gebürtige Eslarnerin, erzählte von  ihrem  Leben. Zuerst las sie aus ihrem Buch Glück ist ein seltener Vogel. Hier geht es um das  ungewöhnliche harte Leben einer Frau, die Nonne wird und das Kloster wieder verlässt, die auf ihre Berufsjahre als Realschullehrerin zurückblickt und die als Schriftstellerin auf Lesereisen unterschiedlichste Erfahrungen macht. Frau Ach verarbeitete hier ihre eigene Lebensgeschichte.

 

Betroffen machte die Schülerinnen dann die Geschichte zweier Frauen, die die Hauptrolle in ihrem Buch Der Blechsoldat spielen. Sofie arbeitet als Dienstmädchen in einer kleinen bayerischen Stadt. Als sie schwanger wird und der Metzgermeister ihr rät, das Kind abtreiben zu lassen, entscheidet sie sich nach einigen Fehlschlägen dafür, das Kind auf die Welt zu bringen und gibt es in ein Heim. Da Margarete kleinwüchsig ist und schielt, gerät sie auf Grund einer gefährlichen politischen Entwicklung in äußerste Gefahr. „Unwertes Leben“ wurde während des Dritten Reiches einfach vernichtet. Die Stelle, in der ein Arzt einem kleinen Junge die Todesspritze verabreicht, machte alle tief betroffen. Auch in diesem Buch werden wahre Begebenheiten und Personen geschildert, so war Sophie z. B. die Cousine ihrer Mutter.

 

In der anschließenden Diskussion zeigte Frau Ach Bilder, die Studenten gemalt hatten und die im Buch Der Blechsoldat teilweise abgedruckt wurden. Die Schülerinnen konnten sich zu den einzelnen Bildern äußern oder diese einfach auf sich wirken lassen. Zum Schluss der Autorenlesung schilderte Frau Ach noch den weiteren Lebensverlauf von Margarete. Diese hatte zeitlebens eine äußerst positive Lebenseinstellung und lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 2000 in einem Kinderheim in Schönbrunn. Dort half sie mit bei der Betreuung behinderter Kinder und hat mit „viel Liebe und Achtung“ für sie gesorgt. Sie betonte immer wieder, dass es ihr gut gehe und sie ein sehr schönes Leben führe. Marianne Achs Buch Der Blechsoldat trägt eine Widmung: „Für Margarete und alle, die ihr zum Überleben verholfen haben.“ Nach dieser Lesung versteht man diese Widmung.

 

Die Lebensgeschichte von Frau Ach wurde verfilmt und vor kurzem im Bayerischen Fernsehen in der Sendung „Lebenslinien“ gezeigt.

 

 

 

 

Der Blechsoldat 

 

Im Rahmen der vom Friedrich-Bödecker-Kreis geförderten Lesereise, die jährlich für alle Berufsschulen, Berufsfachschulen und Wirtschaftsschulen der Oberpfalz organisiert wird, las die Autorin Marianne Ach im November 2009 aus „Der Blechsoldat“. Die gefühlvoll dargestellte und mit Bildern illustrierte Geschichte von Sofie, die als Dienstmädchen ungewollt schwanger wird und ihr „behindertes“ Kind, das in der Nachkriegszeit wegen der gefährlichen politischen Entwicklung in äußerste Gefahr gerät, in ein Heim gibt, beeindruckte die Schüler, da das Buch die Realität aufgreift. In der abschließenden Diskussionsrunde stellte sich die Autorin den Fragen der angehenden Einzelhandels- und Industriekaufleute.