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Konzeption



A. Ideen und Schritte zur Verwirklichung

a)  Vorbemerkungen

b)  Grundsätzliche Überlegungen

c)  Realisierung

d)  Umsetzungsstrategien

 

B. Didaktisches Konzept

a)  Grundsätzliches

b)  Ziele

c)  Weitere Überlegungen

d)  Verantwortlichkeit

e)  Lehrerqualifikation

f)  Technische Realisierung

 

 

A. Idee und Schritte zur Verwirklichung

a) Vorbemerkungen

Spätestens seit der Forderung 1994 von Peter Glotz nach einem Laptop im Schulranzen eines jeden Schülers ist es längst überfällig, gerade Auszubildende an beruflichen Schulen mit dem Laptop als Arbeits- und Kommunikationsmittel vertraut zu machen. Dass darüber zwar häufig geredet, aber kaum wirklich gehandelt worden ist zeigen die wenigen Beispiele der letzen Jahre.

Dagegen machen seit Jahren amerikanische Schulen – vor allem im Rahmen des von Toshiba und Microsoft angeregten und unterstützten Projekts „Anytime-Anywhere-Learning“ - in wachsender Zahl mit auffallender Euphorie und großer Dynamik Erfahrungen mit dem Einsatz des Laptops im regulären Schulalltag.

Die Realisierung des Projekts „Laptops für Auszubildende“ wird aber vor allem aber durch die Kostenproblematik erschwert. In Anbetracht der nicht unerheblichen Investitionen schlägt die spontane Begeisterung sehr schnell in Verzagtheit, Ratlosigkeit und schließlich in Resignation um. Deshalb ist es notwendig, Konzepte zu entwickeln, wie sich solche kostenintensive Unterrichtsprojekte auch ohne oder nur mit geringer Unterstützung der öffentlichen Hand finanzieren lassen. Das an der Staatlichen Berufsschule Weiden mit Unterstützung der Projektpartner geplante Projekt „Laptop für Auszubildende“ ist ein Versuch in diese Richtung.

 

b) Grundsätzliche Überlegungen

Zur Verbesserung des Lehrens und Lernens ist es sinnvoll und notwendig, jeden Auszubildenden einen mobilen Computer zur Verfügung zu stellen. Der Umgang mit dem neuen Arbeits- und Kommunikationsgerät wird so zu einem ganz alltäglichen Selbstverständnis; sein Einsatz wird zu jeder Zeit und an jedem Ort, in Schule und Betrieb ebenso wie zu Hause erlernt. Schließlich ist es eine wichtige Aufgabe einer Schule, sich darum zu bemühen, den Jugendlichen konsequent die für ihre private und berufliche Zukunft nötige Medienkompetenz zu vermitteln.

Selbst eine gut ausgestattete Schule wie die Europa-Berufsschule Weiden mit ihrem vielfältigen Computerangebot ist nicht in der Lage, hinreichend vielen, geschweige denn allen Schülern die Möglichkeit zu bieten, neue Kommunikationstechniken umfassend als Arbeitsmittel zu benutzen. Das ist aber nötig, wenn bei unterschiedlichen Anforderungen Computer für die Bearbeitung konkreter Problemstellungen selbstverständlich verwendet werden sollen. Dabei ist es schon aus lerntheoretischen Erwägungen heraus geboten, den Gebrauch des Computers in den regulären Unterricht zu integrieren. Die Schüler lernen schulische Themen unterschiedlicher Fächer mit Hilfe der neuen Technologie zu erfassen und zu bearbeiten. Verbesserungen des Lernens und neue Möglichkeiten im Lehr- und Lernprozess, aber auch im Freizeit-Bereich können erwartet werden.

Insofern führt ein pädagogisch reflektiertes Laptop-Projekt Auszubildende am konkreten Unterrichtsgegenstand schrittweise und in steigender Progression in die Benutzung geeigneter Programme ein. Der ständige Umgang und eine stetige Ausdifferenzierung führen die Lernenden zu einem selbstverständlichen, flüssigen Gebrauch der entsprechenden Programme.

Im Laufe der Ausbildung wird sich aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Unterrichtsfächer und -projekte bei den Schülern eine fast selbstverständliche Kompetenz aufbauen, die sie befähigt, je nach anstehender Fragestellung und aufgeworfenem Problem  das geeignete Programm zu nutzen.

Daneben sollten den Lernenden erprobte Standard- und Branchensoftware nahe gebracht werden, mit deren Hilfe sie ihr Lernen in den einzelnen Fächern oder Sachgebieten differenziert und individuell vertiefen können. Mit Hilfe des Laptops können die Programme einerseits differenziert in den Unterricht integriert, andererseits aber auch privat für freiwillige und individuelle Zusatzübung und Vertiefung genutzt werden. Neben der einschlägigen Branchensoftware aus dem Hause Nemetschek und dem Microsoft Office Paket sollen umfassende allgemein bildende Nachschlagewerke und firmenspezifische Produktinformationen zur Verfügung stehen, die geeignet sind, den Unterricht durch neue methodische Gestaltung und Anschaulichkeit zu bereichern und das Lernen zu vertiefen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Laptop-Projekts wird die Verbesserung der Kommunikation zwischen Auszubildende, Ausbildungsfirma und Schule sein. Das Projekt wird so angelegt, dass ein intensiver Austausch von Informationen untereinander möglich ist. Das wird u.a. dadurch realisiert, dass die Laptops mit Hilfe von Funk-Modems Zugang zum Server der Schule und dadurch auch untereinander erhalten. Auf diese Weise ist es möglich, Aufgaben und Beiträge auf den Computern allen Schüler zur Bearbeitung, Korrektur oder Sicherung zur Verfügung zu stellen sowie einzeln oder im Team in einer Art Telearbeitsplatz zu bearbeiten. Das geplante Arrangement ist somit die Voraussetzungen für einen verbesserten Kommunikationsfluss und Austausch von Erfahrungen, Meinungen, Informationen zwischen Schülern, Lehrkräften und Ausbildern.

Ferner haben die Schüler über ein Funknetzwerk Zugriff auf ein noch zu erstellendes schulinternes Intranet, in dem von Lernenden und Lehrenden selbst erstellte Materialien zu unterschiedlichen Themen und Fachbereichen zur Verfügung gestellt werden. Über die Bereitstellung des schulischen Intranets ist auch der Zugang zum Internet möglich, so dass im Internet recherchierte ausgewählte Informationen zu bestimmten Sachgebieten bzw. Zusammenhängen sich abspeichern und schulintern verwalten lassen. Auf diese Weise werden die Schüler sinnvoll und pädagogisch verantwortet geschult, das Internet frei, aber qualifiziert und verantwortungsbewusst zu nutzen.

 

c) Realisierung

Wünschenswert wäre der Laptop-Einsatz natürlich für alle Schüler der Schule für die gesamte Dauer ihrer Ausbildung. Die daraus entstehende finanzielle Belastung, die Frage der Praktikabilität und der technischen Realisierung und nicht zuletzt die neu entstehenden Anforderungen an die Lehrkräfte bezüglich der Umstrukturierung von Lehr- und Lernmethoden lassen es ratsam erscheinen, das Laptop-Projekt zunächst einmal mit einer Klasse zu beginnen und es auf die Kontinuität der Ausbildungsdauer anzulegen. Außerdem erleichtert die längere Dauer des Projektes die Finanzierung.

Um seiner Effizienz willen sollte das Projekt mit der Berufsausbildung, also mit der 10. Jahrgangsstufe beginnen und eine Berufsgruppe berücksichtigen, deren Ausbildungsprofil sehr stark von innovativen Kommunikationstechniken betroffen ist. Hier ist an den Ausbildungsberuf Bauzeichner mit einer dreijährigen Ausbildungsdauer gedacht.

Aufbauend auf diese Grunderfahrung sollen dann im Jahresabstand sukzessiv, trotz der zusätzlichen finanziellen, organisatorischen und didaktischen Belastungen, immer mehr Klassen und Lehrpersonen mit einbezogen werden.

Das konzipierte Laptop-Projekt ist didaktisch, organisatorisch und vor allem finanziell anspruchsvoll. Von daher stellt sich die Frage, ob bei der Finanzierung nicht die Auszubildenden sowie die Ausbildungsbetriebe mit einbezogen werden sollten. Dabei soll der Versuch gemacht werden, nach einer gewissen Erstfinanzierung durch unterstützende Partner gleichsam eine Grundlage zu schaffen, die sich zukünftig finanziell selber trägt und so mithilft die pädagogischen und didaktischen Erfahrungen von morgen zu entwickeln.

Es gilt also ein sozial ausgewogenes, flexibles, faires Beteiligungsmodell zu erarbeiten, das Schüler und Ausbildungsbetriebe mit einem angemessenen monatlichen Eigenanteil einbezieht, ohne sie zu überfordern. Das kann gelingen, wenn Schüler und Ausbildungsbetriebe aktiv in die didaktische und organisatorische Entwicklung des Projektes mit einbezogen werden und sich auf diesem Wege für sie die Notwendigkeit auch für die Übernahme finanzieller Lasten einsehbar ergeben. Überdies sind Schüler und Ausbildungsbetriebe um so eher zu eigenem Mitwirken bereit, wenn sie vom didaktisch-methodischen Konzept des Projekts überzeugt sind und sehen, dass die Schule ein deutlich überdurchschnittliches pädagogisches Engagement aufbringt sowie weitere Partner wie der Schulträger, außerschulische Unterstützer und Sponsoren Interesse zeigen und Hilfe zusagen. Andererseits muss jedoch auch vermieden werden, dass Personen finanziell unter Druck geraten oder der Eindruck erweckt wird, als gelte es, für die schulische Bildung Gebühren (Schulgeld) zu erheben.

 

d) Umsetzungsstrategien

Unbedingt notwendig ist, frühzeitig das Gespräch mit allen Beteiligten zu Grundstruktur, pädagogischem Sinn, organisatorischen und finanziellen Fragen des Laptop-Projekts zu führen. In möglichst großer Anschaulichkeit soll dargelegt werden, warum alle Lernenden mit Laptops ausgerüstet werden sollen und welchen Sinn es macht, sie an den Gebrauch moderner Technik grundsätzlich zu jeder Zeit und an jedem Ort heranzuführen. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass mit einer Verbesserung der schulischen und außerschulischen Leistungen gerechnet werden kann und im Hinblick auf die berufliche Ausbildung eine erhöhte Fachkompetenz aufgebaut wird.

Besonders umsichtig muss bei der Regelung der Finanzierung vorgegangen werden. Die Übernahme regelmäßiger Beiträge muss Schülern wie Ausbildern als notwendig, und unverzichtbar erscheinen. Es darf nicht der Eindruck aufkommen, die Schule wolle sich auf Kosten anderer profilieren. Vor allen den Ausbildungsbetrieben muss deutlich werden, dass über eine allgemeine Generosität hinaus die Unterstützung eines solchen Projektes für ihre eigene Zukunft nicht nur im Hinblick einer direkten oder indirekten Werbung relevant sein kann.

Abgesehen von diesen kooperativen Gesprächsrunden ist es unbedingt auch nötig, Diskussionen und Abstimmungen in den schulischen Gremien, wie Berufsschulbeirat, Lehrer- und Schulkonferenz zu führen sowie sich mit dem schulischen Sachaufwandsträger, hier der Stadt Weiden, und der Schulaufsichtsbehörde, hier der Regierung der Oberpfalz, abzustimmen. Dabei ist darzulegen und sicherzustellen, dass das Laptop-Projekt nicht von den Inhalten bestehender Lehrpläne abweicht, sondern im wesentlichen darauf abzielt, den Unterricht in Richtung auf mehr Differenzierung, Individualisierung, Verlebendigung, Verstärkung der Kommunikation und Kompetenzerweiterung zu verbessern. Das Laptop-Projekt soll und kann nicht mehr, aber auch nicht weniger sein, als ein weiteres Mittel, Schule und Unterricht zeitgemäß weiter zu entwickeln.

Im Hinblick auf die Anschaffungen muss zunächst überlegt werden, ob die Laptops gekauft, oder ob ein – grundsätzlich teureres - Leasing-Modell bevorzugt werden soll. Außerdem sind Vorbereitungen für die schulische Einrichtung zu treffen: Wo und wie sollen die Laptops in der Schule verwendet werden? Wie werden sie mit Strom versorgt? Welche Vernetzungen sind nötig? Genügen eingebaute Modems oder Netzkarten, oder ist eine Ausstattung mit Funkmodems angeraten? Welche Vorbereitungen sind für die Einrichtung eines hausinternen Servers nötig? Wo sollen Drucker aufgestellt werden? Ist eine Großbild-Projektion notwendig, so dass sowohl Lehrer als auch Schüler ihre Computerergebnisse der ganzen Klasse präsentieren können? Kann das Lehrpersonal den technischen Support übernehmen, oder ist ein eigener Techniker mit den damit verbundenen Kosten notwendig?

Unabdingbar für das Gelingen des Laptop-Projekts sind aber auch geeignete, motivierte und fachkompetente Lehrkräfte. Für die didaktische und methodische Konzeption des Projekts an der Europa-Berufsschule Weiden ist zunächst an ein offenes, zunächst kleines Team von Lehrern der Fachgruppe Bautechnik gedacht, die in kollegialer und kritischer Weise alle das Projekt betreffende Fragen besprechen und klären. Dabei umfasst diese Gruppe sowohl Lehrkräfte des höheren, als auch des gehobenen Dienstes. Als günstig, vielleicht sogar unabdingbar erweist sich, dass diese Personen im Umgang mit moderner Technik erfahren sind. In jedem Fall aber sollte sichergestellt sein, dass die betreuenden Lehrpersonen über denselben Laptop-Typ verfügen wie die Lernenden.

Um die Ergebnisse des Projekts zu sichern und Erfahrungen zu dokumentieren, ist eine wissenschaftliche Begleitung ratsam, die in enger, vertrauensvoller Kooperation mit der Schule zusammenarbeitet. Für unser Projekt bietet sich das ISB (Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung) in München an. In gemeinsamen Gesprächskreisen sollen Methoden, Vorgehensweisen, Beobachtungsschwerpunkte, Ziele und Kriterien für die Einschätzung festgelegt und nach zwei Jahren in einem ersten Zwischenbericht vorgelegt werden.

 

 

B. Didaktisches Konzept

 

a) Grundsätzliches

Grundsätzlich gilt, dass neue Medien ausschließlich auf Grund pädagogischer Überlegungen und nicht unter dem Druck von Außen eingesetzt werden. Die neuen Medien werden deswegen in den Unterricht mit aufgenommen, weil sie den Schülern neue Möglichkeiten der Eigentätigkeit und Eigenständigkeit bieten. Eine kritische Reflexion wird bewusst in Kauf genommen.

Die neuen Medien werden um der spezifischen Vorteile moderner Technologie und Kommunikation genutzt, um sie für das Lernen und Lösen von Problemen heute und morgen zu verwenden, ohne von ihnen beherrscht zu werden.

Die neuen Medien verbessern Lehren, Lernen und Kommunikation, indem sie:

  • veranschaulichen,
  • differenzieren und individualisieren,
  • Lern- und Übungsphasen intensivieren,
  • Team-Arbeit verstärken,
  • die Kommunikation verbessern,
  • selbständiges Handeln und eigenständiges Problemlösen verstärken,
  • helfen, persönliche Verantwortung zu übernehmen,
  • die Einstellung zu Schule verändern.

Daraus ergeben sich folgende allgemeine Ziele für das Laptop-Projekt:

  • Die fachbezogene und fachintegrierte Verwendung des Computers als Arbeitsmittel im Unterricht geschieht in möglichst allen Fächern.
  • Der Computer wird zum Selbststudium sowie zur Kommunikation verwendet.
  • Durch das Erlernen und Einüben entsprechender Standard- und Branchensoftware werden moderne Arbeitsmittel innerhalb und außerhalb der Schule sowie im Freizeitbereich selbstverständlich benutzt.

 

b) Ziele

Das zwischen den Projektpartnern und der Europa-Berufsschule Weiden vereinbarte Laptop-Projekt verfolgt abgesehen von den obigen allgemein-pädagogischen auch noch folgende Ziele:

Herausfinden von inhaltlichen, organisatorischen und finanziellen Bedingungen unter denen Laptops für ganze Klassen im Unterricht koordiniert eingesetzt werden können.

Laptops sollen den Schülern ein neues Schreib- und Arbeitswerkzeug nahe bringen, das zu jeder Zeit und an jedem Ort genutzt werden kann, in der Schule ebenso wie in der Freizeit, mit Hilfe und frei auf eigene Initiative hin.

Das Projekt wird mit der Jahrgangsstufe 10 beginnen und über die Dauer der Ausbildung, d.h. bis zum Ende der Jahrgangsstufe 12 fortgeführt. Über eine Ausweitung auf andere Berufsgruppen oder -felder wird zu einem späteren Zeitpunkt beraten.

Ausgehend vom durch Lehrpläne und Richtlinien festgelegten Unterricht, eine curriculare Struktur zu entwickeln, in der moderne, zeitgemäße Arbeitsmittel sinnvoll integriert sind. Die in kommendem Jahr anstehende Neuordnung des Ausbildungsberufs Bauzeichner bietet den idealen Einstieg in eine innovative, zukunftsorientierte Ausbildungs- und Unterrichtsentwicklung.

Besonders zurückhaltende, langsame und bedächtige Schüler an die unterschiedlichen Nutzungsarten von Computern heranzuführen, in der Hoffnung, dass dies auch zu einer Verbesserung der Leistungen führen wird.

Den Schülern die wichtigsten Funktionen des Laptops in Grundzügen erklären und sie auf Sicherheitsbestimmungen und Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit dem Gerät und der Software (u.a. Copyright-Aspekte) aufmerksam machen.

Die dualen Partner inhaltlich und organisatorisch am Projektverlauf zu beteiligen. Das setzt eine kontinuierliche Information der Ausbildungsbetriebe und Kammern sowie Treffen in regelmäßigen Abständen voraus. Darüber hinaus sind auch die Projektpartner sowie das ISB fortlaufend über die Projektarbeit zu informieren.

 

c) Weitere Überlegungen

Die Laptops werden im Rahmen eines Projekttages an die Schüler ausgehändigt und in Betrieb genommen. Gemeinsam werden die wichtigsten Teile und Funktionen erläutert und erste Handgriffe eingeübt. An konkreten Beispielen werden wichtige Verhaltensformen und -regeln erläutert. Diese bezieht sich ebenso auf den Umgang mit dem Computer wie auch auf die Sorgfaltspflicht im Umgang mit dem Gerät in der Schule, im Betrieb und zu Hause (Sicherheitsaspekte etc.).

Die didaktische Einführung des Laptops in den Unterricht erfolgt über den fachlichen Unterricht. Dabei ist zu bedenken, dass viele Schüler schon Vorkenntnisse im Umgang mit Betriebssystemen und Office-Programmen haben, so dass neben einer Gruppe mit Vorkenntnissen auch Schüler mit wenig oder keiner Vorerfahrung zu betreuen sind. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen schon nach relativ kurzer Zeit nicht mehr relevant sind.

Ein besonderes Augenmerk ist darauf zu legen, dass die Computerarbeit nicht über den normalen Unterrichtsgegenstand dominiert. Der Laptop ist als zeitgemäßes Arbeits- und Kommunikationsmittel organisch, unter der Vorherrschaft fachlicher Fragen in den natürlichen Unterrichtsfluss einzubauen, wobei seine sichtbare Hilfestellung deutlich erkennbar sein soll. Es ist aber darauf zu achten, dass der Laptop nur zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Arbeitsphasen benutzt, ansonsten aber abgestellt bzw. abgeschaltet wird, z.B. wenn eine Diskussion geführt wird.

Es kann und darf auch nicht das Ziel sein, handschriftliches Schreiben völlig durch das Schreiben auf dem Laptop zu ersetzen. Auch traditionelles, handschriftliches Arbeiten bedarf der Pflege und die Ausbildung einer gefälligen Handschrift sowie das Anfertigen fachgerechter Skizzen kann durch Laptop-Arbeit nicht ersetzt werden.

Wichtig ist auch, die Langsameren nicht aus dem Auge zu verlieren. Dies kann durch das Arbeiten in Kleingruppen oder in Form eines differenzierten Unterrichtsangebots bestehen. Ein Ziel des Laptop-Projektes liegt ja gerade darin, den traditionellen „Gleichmarsch“ im Lernprozess zu überwinden. Insofern muss insbesondere während der ersten Wochen des Laptop-Projektes von den Lehrkräften besonders genau beobachtet werden, wo und aus welchen Gründen Schwierigkeiten auftreten und wie sie abgebaut werden können. Insbesondere die Rückmeldungen durch die Betriebe sind hier sehr wichtig.

Nach der Einführungsphase werden sukzessive geeignete allgemeine, vor allem aber fachbezogene Software-Programme in den konventionellen Unterricht integriert. Dabei wird die Software dann eingesetzt, wenn der Unterricht veranschaulicht oder vertieft werden soll und verstärkt differenzierende Übungsmöglichkeiten zum behandelten Stoff angeboten werden müssen. Darüber hinaus werden die Lernenden in den ganz selbstverständlichen Gebrauch von CD-ROM Nachschlagewerken fachübergreifend und fachspezifisch eingeführt (Duden, Lexikon, englisch-deutsches Wörterbuch etc.).

Ausbildungsbetriebe und Projektpartner sind seitens der Schul- und Projektleitung kontinuierlich über den Fortgang des Projektes zu informieren. Die Schule ist an einer vertrauensvollen und offenen Zusammenarbeit interessiert und setzt alles daran, ihr Vorgehen transparent zu vermitteln, Anregungen aufzunehmen und Wünsche zu realisieren. Andererseits darf kein Zweifel daran aufkommen, dass die Schule bei aller Offenheit die pädagogische Federführung behält.

Die Sitzungen dienen dazu, die Ausbildungsbetriebe und Projektpartner über Inhalte und Methoden der Unterrichtsarbeit zu informieren, Perspektiven für den außerschulischen Bereich (u.a. Hinweise auf geeignete Lern-Software etc.) aufzuzeigen und einfache Hilfen für zu Hause und im Betrieb zu ermöglichen.

Für den Fall, dass Interesse an professionellen Einführungskursen vorhanden sein sollte, kann die Schule ihr Equipment und die Computerräume zur Verfügung stellen.

Die Schule kann für dringende Fälle eine Art „Hotline“ aufbauen: in „Notfällen“ können Lehrkräfte auch außerhalb der Schulzeit um Rat gefragt werden. Grundsätzlich gehören solche Komplexe aber in die Schule und den Unterricht. Eine solche Form von „Hotline“ darf also nicht mit dem professionellen Service einschlägiger Firmen verwechselt werden, den die Schule nicht bieten kann.

 

d) Verantwortlichkeit

Mit den Laptops wird sowohl in Unterricht und Betrieb als auch in der Freizeit gearbeitet. Deshalb steht auf jedem Gerät die erforderliche Software zur Verfügung. Da die Laptops offene Systeme in der Hand der Auszubildenden sind, kann die Schule nur Unterstützung und Ausbildung anbieten, sie kann die Systeme jedoch nicht ständig pflegen und kontrollieren. Was bei stationären Systemen durch den Einsatz von Technik und Netzwerkpflege sichergestellt ist, muss bei den Laptops durch die Eigenverantwortung der Auszubildenden gewährleistet werden. Die Auszubildenden sind für die Funktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Laptops einschließlich der installierten Software verantwortlich.

 

e) Lehrerqualifikation

Abgesehen davon, dass an der Europa-Berufsschule in Weiden der weitaus überwiegende Teil der Lehrerschaft in der Benutzung von Computern kompetent und darüber hinaus aufgrund ihrer bisherigen schulischen Vorerfahrungen qualifiziert ist, ihre Kenntnisse in didaktisch und methodisch reflektierter Weise an Lernende weiterzugeben, wird die Schule für das Projekt eine eigene Arbeitsgruppe bilden. Betroffen sind alle Kolleginnen und Kollegen, die in der Projekt-Klasse unterrichten. In dieser Arbeitsgruppe werden sowohl alle technischen als auch organisatorischen, insbesondere aber auch didaktischen und methodischen Entscheidungen besprochen und festgelegt. Im Übrigen kann auch davon ausgegangen werden, dass im Verlaufe des Projektes durchaus auch der Auszubildende den Lehrkräften wertvolle Tipps und Hilfen vermitteln wird. Ganz sicher fördert eine solche Situation ein angenehmes,  günstiges Lehrer-Schüler-Verhältnis.

 

f) Technische Realisierung

Die Laptops werden in aller Regel als Einzelplatz-Systeme benutzt, für deren Funktionsfähigkeit die Auszubildenden selbst verantwortlich sind. Softwareinstallationen werden gemeinsam und einheitlich durchgeführt.

Die Einbindung der Laptops in das Intranet soll über ein drahtloses Funk-Netz erfolgen, über das die ganze Klasse auf dem Server zugreifen kann. Bibliothek und Werkstätten sind ebenfalls über das Funknetz mit dem Server zu verbinden.

Über den Intranet-Server können die Schüler ihre Projekt-Kommunikation abwickeln, auf das Internet zuzugreifen und die zur Verfügung stehenden Ausgabegeräte nutzen.