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Berliner Luft mit New Yorker Glitzer

 

Holly-Jane Rahlens las bei den Weidener Literaturtagen aus ihrem Roman „Mauerblümchen“

 

 

„Ich wollte nicht immer die Wahrheit schreiben und kam so vom Journalismus zur Literatur.“ So einfach können Schriftstellerkarrieren starten. Amerikanisch-direkt, unkonventinell, entwaffnend ehrlich: Holly-Jane Rahlens hatte die 11. und 12. Klasse der Berufsfremdsprachenschule (BFSF) sowie zwei Einzelhandelskaufleute-Klassen bei ihrer Lesung am 19. April schnell auf ihrer Seite. Die gebürtige New Yorkerin, die seit 1972 in Berlin lebt, weiß, wie sie ein junges Publikum fesseln und ihm nebenbei noch deutsche Geschichte schmackhaft machen kann.

 

Ihre Titelheldin Molly dagegen, ein 1,86 Meter großes Mädchen mit Schuhgröße 44, tut sich als amerikanisches Mauerblümchen in Berlin schwer, wohin es sie nur durch den Beruf ihres Vaters verschlagen hat. Sie  will eigentlich nur schnell wieder nach Hause, nach New York. Gedanklich ist sie schon dort. Sogar die Grenzöffnung am 9. November 1989 verschläft Molly. Doch dann begegnet ihr in der S-Bahn nach Ost-Berlin der Schauspielstudent Mick. Ein echter Ossi aus Fleisch und Blut. Und der ist fasziniert von einer Amerikanerin, die in Charlottenburg und nicht im Westfernsehen wohnt.

 

So beginnen Liebesgeschichten. Und so bekommen Europa-Berufsschüler eine Vorstellung von LPGs, Vopos und Schikanen am Berliner S-Bahnhof Friedrichsstraße, die vor gerade einmal 21 Jahren noch Alltag waren.

 

Holly-Jane Rahlens las auf Deutsch. Doch eine Fremdsprachenschule kann eine US-Autorin auch in deren Muttersprache interviewen. Die Elf- und Zwölftklässler wollten von der Amerikanerin wissen, was sie an den Deutschen mag, woher sie die Inspiration für ihre Romane nimmt und was sie selbst gern liest. Attention! Sie schätzt an den Deutschen tatsächlich „sense of humor“ und „readiness to talk“.

 

Die Schüler hatten es dem Gast der Weidener Literaturtage ihrerseits mit ihrer Offenheit leicht gemacht, angefangen von der netten Begrüßung durch Judith Höller und Bettina Daubenmerkel aus der BFSF in englischer Sprache. Auch stellvertretender Schulleiter Thomas Neumann und Brigitte Ross (Fachbetreuerin Fremdsprachen) hatten an Frau Rahlens' Berliner Story und dem Gedankenaustausch der Schüler mit der sympathischen Autorin ihr Vergnügen. Ein guter Roman muss eben nicht wahr sein, es reicht völlig, wenn er fasziniert.