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LERNFELD 5



Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen herstellen

Im Lernfeld 5 werden die Schreiner in die weite Welt der vielfältigen Werkstoffe eingeführt. Im Schreiner schlägt ein Herz für Gestaltung. In allen Bereichen des Wohnens ist er in seinem Formgebungsgefühl, der Farbgestaltung und somit auch einer modernen Kombination der verschiedenen Werkstoffe gefordert. Design und modern sind angesagt. Dabei schlicht, einfach und straight. Eben Trend!

 

Die Schreiner-Azubis brauchen eine Ablage für Handy, Geldbörse und Cap. "Das Styling muss man auch checken, bevor man außer Haus geht." "Guckst Du" haben die Jungs das Spiegelmöbel getauft.

"Die Leute sollen sehen, dass wir Schreiner was drauf haben!"

 

Als Werkstoffe werden Glas, Kunststoff und Metall eingebunden.

Der Umgang mit Kristallglas im Zuschnitt und der Kantenbearbeitung fordern einiges an Feingefühl. Ebenso die Verarbeitung von Kunststoffen, deren Oberflächen sehr empfindlich sind. Hierbei spielt ebenso die Wärmeentwicklung bei den Thermoplasten eine bedeutende Rolle. Die Verarbeitung von Metall bezieht sich primär auf die Aufhängung für das Spiegelmöbel an der Rückseite. Mancher Schüler lässt sich auch im konstruktiven Bereich inspirieren und kombiniert hier die Werkstoffe.

 

Die Präsentationsmappen für die Werkstücke erreichen nun schon einen Umfang, wie er für die Gesellenprüfung gefordert wird.

Dazu gehören das Deckblatt, ein Inhaltsverzeichnis, Entwürfe und Konstruktionsskizzen, Fertigungszeichnungen, eine Materialliste, die Planung der Arbeitsabläufe und eine Aufschlüsselung der Qualitätskriterien.

 

 

Glasbearbeitung



Das Herzstück unseres Spiegelmöbels ist natürlich der Kristallglasspiegel.

Die Schüler lernen den richtigen Umgang mit dem Werkzeug des Flachglasmechanikers. Der Glasschneider - eigentlich ist er ja ein "Glasritzer" - muss korrekt angesetzt und gefühlvoll mit mäßigem Druck auf den Kristallspiegel entlang des Winkels zum Körper gezogen werden. Ein mit Schneidöl getränktes Schneidrad trägt dazu bei, dass die ent- stehende Fissur optimal wird. Ein gleichmäßiges Ritzgeräusch ist ein Zeichen, dass der Ritzvorgang erfolgreich war. Dies bestätigt auch noch eine Sichtkontrolle. Zum Glas- brechen wird der Kristallglasspiegel mit der Fissur an eine Kante gelegt und nach unten weg gebrochen. Alternativ kann dieser Vorgang auch mit einer Glasbrechzange erfolgen. Anschließend wird mit einem Kantenschleifer die Schnittgefahr der scharfen Glaskanten

für den weiteren Umgang gebannt.

Da der Umgang mit Flachglas sehr gefährlich ist, wird genau auf Unfallverhütungsmaß- nahmen geachtet. Beim Glasbrechen verwenden die Schüler für die weg springenden Splitter eine Schutzbrille; für scharfe Kanten Schutzhandschuhe und evtl. Pulsschoner.

 

Kunststoffbearbeitung



Rot, grün, blau, schwarz, weiß, uni, gestreift, gemustert, transparent oder matt?

Die Welt der Kunststoffe öffnet dem Designer eine breite Palette an Materialien, Farben und Dekors, mit denen Möbel kreiert werden können. Durch verschiedene Versuche im Unterricht erfahren die Schüler die Eigenschaften von Duroplasten, Thermoplasten und Elastomeren. Daraus müssen sie bei der Bearbeitung der verschiedenen Kunststoffe ihre eigenen Überlegungen anstellen und Erfahrungen sammeln, denn die Oberflächen und Kanten der eingesetzten Materialien stellen ein Qualitätskriterium dar. 

Die Auswahl des richtigen Sägeblattes, die Drehzahl und die Vorschubgeschwindigkeit müssen nun an den jeweiligen Werkstoff angepasst werden, damit die Kanten nicht ausbrechen oder durch die Reibungswärme die Thermoplaste zu "schmieren" beginnen. Die Verwendung von Unterlagen beim Zuschnitt vermeidet Kratzer in der Oberfläche.

Das untere Bild zeigt, dass der Bohrer den Kunststoff nicht mehr zerspant, sondern der Kunststoff wegen der Reibungswärme zu schmieren beginnt und sich um den Bohrer "wickelt". Der richtige Vorschub des Bohrers und kurze Bohrunterbrechungen vermeiden, dass sich der Kunststoff erwärmt, wodurch die Qualität des Bohrloches verbessert wird.

 

Metallbearbeitung



Den Aufhängebeschlag für das Spiegelmöbel fertigen die Schüler aus Messing selbst an. Dabei lernen sie den Umgang mit den wichtigsten Werkzeugen im Metallhandwerk, die der Schreiner auch benötigt. Nach dem Ablängen des Beschlages von einer Stange werden die Maße auf das Werkstück übertragen. Die Abrundung der Ecken mit der Flachfeile erfordert Geduld und ständige Prüfung, dass die Rundung gut gelingt. Danach werden mit der Ständerbohrmaschine die Löcher für die Befes- tigungsschrauben und das Langloch für die Aufhängung des Spiegel- möbels gebohrt und gesenkt. Mit einer kleinen Feile wird das Langloch sauber ausgearbeitet. Abschließend werden mit einer feinen Feile noch scharfe Kanten am Metall entgratet.

 

 

 

Hier einige Beispiele einer kreativen Gestaltung.