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Übersicht über die Profil 21 - Maßnahmen der Europa-Berufsschule Weiden



Mit dem Schuljahr 2010/11 endete der fünfjährige Schulversuch „Profil 21 - Berufliche Schulen in Eigenverantwortung“. Nachdem sich unsere Schule bereits vorher im Rahmen des ähnlich, aber für alle Schularten angelegten Modellversuchs Modus 21 engagiert hatte, bot Profil 21 die ideale Plattform, die begonnene Entwicklung fortzusetzen und speziell auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten beruflicher Schulen zuzuschneiden.

 

Unsere Schule beteiligte sich im Laufe der fünf Jahre mit einer Fülle von Vorschlägen. Die von unserer Schule im Modellversuch eingebrachten Maßnahmen und Konzepte betreffen die Bereiche Personalentwicklung und -verantwortung, Organisationsentwicklung, Unterrichtsentwicklung sowie Bildungsverantwortung und sind im Folgenden kurz skizziert:

 

 

Themenbereich Organisationsentwicklung:

 

  • Durch eine Klassenbildung auf der Grundlage eines Lehrerstundenbudgets kann die Schule nun eigenverantwortlich auf organisatorischer Ebene etwas flexibler als bisher auf pädagogische, organisatorische und wirtschaftliche Belange und Bedürfnisse der Klassen, Betriebe und Kollegen reagieren.
    (freigegeben und veröffentlicht in KMBek vom 02.07.2008, KWMBl 15/2008; siehe dort Nr. 1)
  • Optimierung der Schulverwaltung durch das Projekt SVN (School via Notes). Hier wurde in enger Zusammenarbeit  mit der Berufsschule Günzburg sowie der IT-Firma Schulte & Paulus GmbH auf der Basis von Lotus Notes an einer Informations- und Kommunikationsplattform für teamorientiertes Informationsmanagement  gearbeitet. Das modular aufgebaute SVN umfasst bzw. vereinigt bislang folgende Anwendungen: Startoberfläche, integriertes Mailsystem mit persönlichem Kalender und Aufgabenbereich, Dokumentenmanagementsystem, Schulkalender mit Sitzungs-Datenbank, Raumbelegungs- und Ressourcen-Datenbank, Elektronisches Schwarzes Brett / Info-Board, Sprengel-Datenbank, Datenbank für Unterrichtsmaterialien. Diese werden erfolgreich im Schulalltag eingesetzt, weitere Anwendungen sollen auch nach Profil 21 folgen.
    (freigegen und veröffentlicht in KMBek vom 06.07.2011, KWMBl 17/2011; siehe dort Nr. 3)

  • Eigenverantwortliche Teamstunden
    Die durch die Einführung handlungsorientierter Rahmenlehrpläne erforderliche intensive(re) Abstimmung und Zusammenarbeit der Kollegen soll durch stundenplanmäßig festgelegte gemeinsame Teamstunden (s. a. Teamkoordinatoren unter („Mittlere Führungsebene“)  mit teilweiser Anrechnung auf die Unterrichtspflichtzeit erleichtert werden. Durch ein variables Zeit- und Organisationsmanagement erhalten die beteiligten Kolleginnen und Kollegen auch bessere Bedingungen, zeitintensive Arbeitsformen oder Projekte in ihrem Unterricht durchzuführen.
    (freigegen und veröffentlicht in KMBek vom 06.07.2011, KWMBl 17/2011; siehe dort Nr. 9)

 

Themenbereich Personalentwicklung und Personalverantwortung:

 

Themenbereich Bildungsverantwortung:

 

  • Kooperative Wirtschaftsklasse“, in der für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis eine schulische Nachqualifikation (qualifizierender Hauptschulabschluss) mit einer beruflichen Vorqualifikation (Teilnahme an den IHK-Zwischenprüfungen Kaufmann/-frau im Einzelhandel mit Option auf eine anschließende einjährige duale Lehre) verbunden wird.
    (Allgemeine Freigabe nicht sinnvoll, da die Ausgestaltung der Maßnahme immer auf den Bedarf und die Situation vor Ort zugeschnitten werden muss)
  • Erwerb zusätzlicher Qualifikationen durch Verzahnung von Aus- und Weiterbildung, z.B.
    • kombinierter Ausbildungsgang „Fremdsprachen-Bürokaufmann/-frau“ bzw. „Fremdsprachen-Bürokommunikationskaufmann/-frau“
      (freigegeben und veröffentlicht in KMBek vom 02.07.2008, KWMBl 15/2008; siehe dort Nr. 3)
    • kombinierte Ausbildung zum Mechatroniker bzw. Elektroniker (FR Automatisierungstechnik) und zum Industriemeister Mechatronik bzw. Industriemeister Automatisierungstechnik
      (Die Maßnahme konnte wegen eines Wechsels des Beschulungsortes leider nicht fortgeführt werden.)
    • Berufsfachschule Plus: Erwerb der FH-Reife in Verbindung mit der Ausbildung zur/zum Fremdspachenkorrespondentin/en an der BFS Fremdsprachen
      (Die Weiterführung der Maßnahme wurde wegen Klärungsbedarf zurückgestellt.)

  • Bildungscampus
    Umfang und Qualität des Bildungsangebots der Stadt bzw. der Region soll durch das Projekt „Bildungsregion Weiden – CAMPUS für lebenslanges Lernen“ mehr in den Blickwinkel gerückt, der Öffentlichkeit zugänglicher und transparenter gemacht sowie gleichzeitig die Zusammenarbeit der Einrichtungen verbessert werden. (noch in Arbeit)

 

Alle diese Maßnahmen wurden an unserer Schule erfolgreich entwickelt und erprobt, fast alle wurden durch das Kultusministerium für alle beruflichen Schulen Bayerns freigegeben. Wir können daher mit Stolz auf eine sehr produktive und erfolgreiche Teilnahme am Modellversuch zurückblicken. Dies war nur möglich, da sich alle Beteiligten weit über das Normale hinaus engagiert haben, sich bei mancherlei Schwierigkeiten nicht entmutigen ließen, sondern offen und kreativ ihre Maßnahme weiterentwickelten und immer das angestrebte Ziel vor Augen hatten. Deshalb sei auch an dieser Stelle im Namen der Schulleitung nochmals allen Kolleginnen und Kollegen, ob direkt oder indirekt beteiligt, ganz herzlich für ihre hervorragende Arbeit gedankt.

Intention und Zielrichtung von Modus 21 und Profil 21 haben mehr als andere Modellversuche nicht nur die Schulen selbst, sondern auch die Schulaufsicht gefordert. Für unsere Schule kann man feststellen: Beide Modellversuche haben – neben den Ergebnissen der einzelnen Maßnahmen, oder besser gesagt: sowohl als Voraussetzung wie auch als Folge dieser Maßnahmen - einen Bewusstseinswandel bewirkt, der uns nicht mehr umkehrbar scheint. Der Wunsch nach mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung, nach mehr Gestaltungsspielräumen, um die allseits an Schule gestellten Anforderungen und die dabei geforderte und notwendige Profil-Bildung tatsächlich auch umsetzen zu können, wurde in den vergangenen Jahren immer deutlicher spürbar. Dass es hierbei sowohl z.T. innerhalb der Schule wie auch mit der Schulaufsicht manche zeit- und kraftraubende Einzelprozesse wie auch Rückschläge gibt, liegt wohl in der Natur der Sache wie auch der Strukturen.  Wir sind aber überzeugt, dass die durch die Schulversuche angestoßene Entwicklung und die dabei eingeschlagene Richtung die richtige ist, damit Schule den an sie gestellten Herausforderungen soweit wie möglich gerecht werden kann. Der Grundansatz von Profil 21 sollte daher – über die momentane Freigabe der Einzelmaßnahmen hinaus, mit oder ohne Schulversuchscharakter – weiter verfolgt werden. Die Entwicklung im Sinne dieser Modellversuche wird jedenfalls an unserer Schule weitergehen.