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Zusammenarbeit mit den Pfarreien Herz Jesu und Kreuz Christi



Im Stadtteil Stockerhut, gegenüber der Europa-Berufsschule, befindet sich das evangelische Gemeindezentrum Kreuz Christi. Es vereint in verschiedenen Gebäudeteilen, aber unter einem Dach einen evangelischen Kindergarten, Gemeinderäume und einen erweiterbaren Kirchenraum. Unser Kollege und ev. Pfarrer Günther Daidrich feiert jährlich mit den Jugendlichen den evangelischen Anfangsgottesdienst sowie die besinnlichen „Haltepunkte“ für Jugendliche und KollegInnen in der Adventszeit.

In der Frauenrichter Straße ist die katholische Pfarrkirche Herz Jesu. 1934 wurde die Kirche vom damalige Bischof von Regensburg Dr. Michael Buchberger eingeweiht und zählt zu den größeren Kirchen in Weiden. Jährlich zum Schuljahresbeginn feiert Regionaldekan und Stadtpfarrer Gerhard Pausch mit den Auszubildenden den katholischen Anfangsgottesdienst.

Auszubildende zu Besuch in der jüdischen Synagoge in Weiden



Im Wissen darum, dass ein direkter Kontakt eine besondere Wirkung hat und am ehesten dafür geeignet ist, Veränderungen in der persönlichen Einstellung zu bewirken, machten sich Schüler*innen der 10. bis 12. Jahrgangsstufen im Rahmen des Religionsunterrichts zusammen mit ihren Religionslehrern auf den Weg zur Synagoge in Weiden, wo sie von Herrn Friedmann, als Mitglied der jüdischen Gemeinde, herzlich in Empfang genommen und begleitet wurden. In seinen Ausführungen informierte Herr Friedmann zunächst über die Geschichte der jüdischen Gemeinde, die bis ins Mittelalter mit der vereinzelten Ansiedelung von Juden zurückverfolgt werden kann. Jedoch erst im Jahr 1863 begann die jüdische Gemeinde mit dem Anschluss Weidens an das Eisenbahnnetz zu entstehen. 1889 wurde die Synagoge in der Ringstraße eingeweiht und zählt heute rund 250 Mitglieder. Immer wieder, so Friedmann, ist es auch in der Nachkriegszeit zu antisemitischen Ausschreitungen gekommen. Daher freue er sich sehr, dass sich die Schüler*innen sich auf den Weg gemacht haben, um die Synagoge und die Menschen und das Leben dort kennenzulernen.

So durften sich die Schüler und Lehrer beim Betreten der Synagoge ein Käppchen aufsetzen, die sogenannte Kippa, die von den Juden u.a. in der Synagoge, aber auch beim Gebet oder beim Lesen religiöser Texte getragen wird. Im Gebetsraum der jüdischen Gemeinde, von dessen prächtiger Ausgestaltung alle beeindruckt waren, gab es viel Wissenswertes über die Geschichte der Juden sowie das jüdische Gemeinde- und Gebetsleben zu erfahren. Die Schüler*innen konnten typische Gegenstände und Symbole aus nächster Nähe betrachten und erwiderten die ihnen entgegengebrachte Offenheit ihrerseits mit vielen Nachfragen, z.B. zur Rolle der Frauen in der jüdischen Gemeinde oder zum Thema Gebet. Zum Abschluss wurden die Torarollen aus dem heiligen Schrein (Aron Kodesh) geholt und gezeigt. Die Schüler*innen waren sichtlich beeindruckt von der Tatsache, dass ein speziell geschulter Schreiber ungefähr ein Jahr benötigt, um eine neue Torarolle handschriftlich so anzufertigen, wie es bereits vor über 3000 Jahren der Fall war.

Obwohl für die Schüler*innen die Unterschiede der jüdischen Religion von anderen Religionen sichtbar wurden blieb am Ende des Besuchs und auch im Nachklang im Religionsunterricht bei den Beteiligten die Erkenntnis, dass für alle der gemeinsame Auftrag gilt, friedlich miteinander und mit der Schöpfung zu leben und sich einander liebevoll zuzuwenden. Im Kennenlernen wächst Verständnis und Vertrauen.

Der Besuch in der Synagoge war in diesem Sinne ein kleiner, aber wertvoller Schritt. (Georg Haydn)

Religionsfachkonferenz in der jüdischen Synagoge in Weiden



Die Religionslehrkräfte (kath u. ev.) sowie die Ethiklehrkräfte besuchten im Rahmen der Fachkonferenz die jüdische Synagoge in Weiden. Ziel ist zum einen gewesen, die Rolle des Religionsunterrichts an Berufsschulen den Vertretern der jüdischen Gemeinde aufzuzeigen und zum anderen die jüdischen Traditionen und Feste stärker in den Unterricht mit zu berücksichtigen. Sehr eindrucksvoll hat Herr Werner Friedmann die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Weiden aufgezeigt und die Riten und Gebräuche erläutert. Wir bedanken uns deshalb ganz besonders bei Herrn Werner Friedmann und dem Gemeindevorsitzenden Leonid Shaulov für die freundschaftliche Aufnahme und den informativen Gedankenaustausch. Fest eingeplant wurden Besuche mit unseren Jugendlichen.

MORTURI VIVENTES OBLIGANT – „Die Toten verpflichten die Lebenden“



(Georg Haydn) So lautete der Spruch auf der Ehrenurkunde, die wir im vergangenen Jahr vom Landesverband Bayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für den erfolgreichsten Kerzenverkauf aller Schulen im Bezirk Oberpfalz erhalten haben. Angespornt durch dieses „Dankeschön“ und der Überzeugung, für eine gute Sache einzutreten, beteiligten wir uns auch in diesem Schuljahr wieder an der Kerzenaktion des Volksbundes. Dieses Mal mit noch größerem Erfolg. So konnten wir den letztjährigen Verkaufserlös nochmals steigern und knapp 3000 Euro an den Volksbund überweisen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bedanken bei allen Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Mitarbeiter*innen des Berufsschulzentrums für ihre Bereitschaft, Kerzen zu kaufen und damit die Aktion zu unterstützen. Außerdem bedanke ich mich bei allen beteiligten Kolleg*innen für die investierte Zeit und Energie beim Kerzenverkauf.

Begleitend zu dieser Aktion ist es uns auch für den Unterricht ein Anliegen, unseren Jugendlichen und Erwachsenen die Folgen von Gewaltherrschaft und Krieg näherzubringen, damit sie den Wert eines Lebens in Frieden erkennen und sich selber immer wieder aufmachen und sich für Frieden einsetzen, egal in welchem Bereich ihres Lebens. Worum es im Kern auch dieser kleinen Friedensbemühungen geht lässt sich treffend mit dem hebräischen Begriff „Schalom“ ausdrücken: der Sehnsucht nach einem friedvollen Miteinander, das alle Feindschaft überwindet, Sicherheit schenkt und keinen Raum lässt für Hass und Gewalt, im Kleinen wie im Großen.

In diesem Schuljahr feiert das Berufliche Schulzentrum sein 150-jähriges Jubiläum. Ausgehend von der sogenannten „Gewerbeschule“  zur späteren Berufsschule bis hin zum heutigen Beruflichen Schulzentrum war und ist die Entwicklung stets begleitet vom berufsbezogenen Religionsunterricht. Mit der Beschäftigung von bis zu drei hauptberuflichen Priestern hat die Berufsschule in der Vergangenheit die Bedeutung der religiösen Erziehung in der beruflichen Bildung zum Ausdruck gebracht. Die Bedeutung des Religionsunterrichts für die Persönlichkeitsentwicklung und Wertevermittlung ist allen Beteiligten heute mehr denn je bewusst. Migration, Flüchtlingskrise, Digitalisierung, Klimakrise und letztlich auch die „Coranakrise“ machen deutlich, dass die Herausforderungen nur auf der Basis eines breiten Wertekonsens bewältigt werden können. Der bekenntnisorientierte Religionsunterricht leistet dazu einen wichtigen Beitrag, der auch in der bayerischen Verfassung zum Ausdruck kommt. Es bleibt somit die immerwährende Aufgabe sich um ausreichend Lehrkräfte zu bemühen, damit sowohl der fachliche wie auch allgemeine Bildungsauftrag weiterhin erfüllt werden kann.