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75 Jahre – auseinander und zueinander



Bayrisch-tschechische Beziehungen in zehn „Bildern“

 

 

Der tschechische Journalist Rudolf Tomsu berichtete den Auszubildenden zum Einzelhandels- und Bankkaufmann, wie sich die deutsch-tschechischen Beziehungen seit der deutschen Besetzung der tschechoslowakischen Republik in den letzten 75 Jahren entwickelt haben – aus der Sicht eines ebenso alten Tschechen.

Das erste Bild „Lauft ihr Schweine!“ brachte zum Ausdruck, dass die Kollaboration mit der Besatzungsmacht zu einem schlechten Gewissen führte. Die Überreaktion nach dem Krieg traf praktisch die Unschuldigen. Die Schuldigen waren längst über die Berge.

„Der weinende Vater“ prägte sich ihm als Kind ins Gedächtnis ein. Leute (in diesem Fall Deutsche) sollte man so nicht behandeln. Weitere Bilder wie „Wer wird die Kühe melken?“, „Ein absolutes Tabu“ (man sprach nicht über die Deutschen), „Die russischen Panzer gen Westen“, die alles niederwalzten, sowie „Die nicht ausschaltbare Maschine in meinem Kopf.“ vermittelten den Schüler anschaulich Gefühle und Verhaltensweisen aus der damaligen Zeit.

„Nach dem Umbruch - wieder allein.“ - Rudolf Tomsu wollte nach dem Umbruch im November 1989 die Wahrheit erfahren. Die Vertreibung der Sudetendeutschen wurde von vielen als gerecht angesehen für das angetane Leid durch die Nazis.  

Nach der Grenzöffnung wurde „Ozveny – das Echo.“ (eine Zeitung) gegründet, um das demokratische und moderne Deutschland in Tschechien darzustellen. Rudolf Tomsu war damals Redakteur dieser Zeitung.

Mit „Wirtschaft auf der Überholspur“ sowie „Beseitigt bitte die Stolpersteine und die stehengebliebenen Mauern!“ endete der für die Schüler sehr informative Vortrag. Die Sprachbarriere wirkt hier wie eine mehr als zehn Meter hohe Mauer.

 

Auf die Fragen der Schüler beschrieb er unter anderem seine Gefühle aus der damaligen Zeit, insbesondere als Kind, sehr anschaulich.

Mit dem Schreiben will Rudolf Tomsu anderen Leuten etwas mitteilen, wobei er immer versucht, die Wahrheit zu vermitteln, was für ihn das Wichtigste ist. Wenn man sich nicht konzentriert, dann findet man nie die Wahrheit. Handys verhindern dabei die Konzentration und Aufmerksamkeit, weil man immer darauf wartet, ob etwas kommt. Verbunden damit endete mit seinem Schlussappell „Man muss Bücher lesen!“ die sehr informative Veranstaltung.