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Zwischen McDonalds und Minarett



„Cömertbay“ bedeutet der großzügige, türkische Herr. Das ist der Ursprung des Nachnamens des Autors und Islamwissenschaftlers Nevfel Cumart, der im Juni zwei Klassen angehender Industriekaufleute der Europa-Berufsschule Einblicke in den Islam gab.

 

Da rund fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland Muslime sind, ist das Verständnis für die fremde Religion und die anderen Lebensweisen besonders wichtig. Der Autor informierte über die fünf Pflichten eines Gläubigen. Dazu gehören die Pilgerreise nach Mekka, der Ramadan (Fastenmonat), die Almosensteuer als jährliche Abgabe, das Bekenntnis zum Glauben sowie das Ritualgebet. „Die Absicht ist im Islam wichtiger als die korrekte Ausführung.“, betonte Nevfel Cumart. Auch der Begriff der Ehre wurde erläutert. Dies umfasst die Ehrerbietung (z. B. den Älteren gegenüber), das Ansehen, das jemand genießt, weil er z. B. hilfsbereit ist, sowie die Ehre im sexuellen Bereich (kein Sex vor der Ehe sowie monogame Lebensweise). Auch gilt eine Rollenverteilung zwischen Mann und Frau. Die Frau muss den Haushalt führen, die Kinder erziehen und eine gute Ehefrau sein. Der Mann hat die Rolle des Ernährers und Beschützers der Familie.

 

„Der Ruf der Familie ist das Wichtigste in muslimischen Familien.“ Das geht sogar so weit, dass ein Kind vor der Hochzeit verheimlicht wird und nicht in Erscheinung tritt, sondern erst später, wenn nicht mehr erkennbar ist, dass das Kind schon vor der Hochzeit gezeugt worden ist. Besonders in traditionellen Regionen wird im Islam früh geheiratet, nicht selten der Cousin oder die Cousine. Die Verlobungszeit kann dabei bis zu einigen Jahren betragen, da eine Hochzeit sehr kostspielig ist, weil

z. B. Wohnung und Haushalt von den Eltern zur Verfügung gestellt werden müssen. Durch die Veranstaltung wurde den Jugendlichen das Spannungsfeld bewusst, in dem sich muslimische Menschen befinden, v. a. zwischen der für sie geltenden Tradition und der Moderne im Alltagsleben.