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„Wieder am Bauzaun.“



Gut vierzig Schüler der Klassen WST10 und BBZ12 begrüßten in der Bibliothek der Europa-Berufsschule Weiden den Autor Friedrich Brandl, einen leicht ergrauten, mittlerweile 68-jährigen gebürtigen Amberger. Die Schüler ließen sich von dem ehemaligen Hauptschullehrer in die 80er Jahre zurückversetzen, aber nicht als Phase der „Neuen Deutschen Welle“, der Pastelltöne und Dauerwellen, der aus heutiger Sicht unmöglichen Herrenfrisuren, sondern als Phase des Kampfs der Oberpfälzer gegen die WAA, der Wiederaufbereitungsanlage für Brennstäbe aus Kernkraftwerken, die in Wackersdorf bei Schwandorf hätte entstehen sollen.

Mit seiner angenehmen Stimme las er aus seinem Buch „Wieder am Bauzaun. Eine Geschichte von Tränengas und Zärtlichkeit“ und schilderte die Frustration über die scheinbar unabwendbare Durchsetzung dieses Bauvorhabens, aber auch die Begeisterung über den Zusammenhalt der Gegner, deren Beharrlichkeit und Mut. Über alle Generationen waren Oberpfälzer, aber auch Mitstreiter von nah und fern vereint im Kampf gegen die Atomenergie und deren Folgen.

Ob er das alles selbst erlebt hätte, fragten die Schüler: die Auseinandersetzungen mit der Polizei, die Demonstrationen, das Hüttendorf usw. Schon damals sammelte er alle Informationen z. B. Zeitungsartikel in Ordnern und griff dann in seiner Geschichte darauf zurück. Nur die Liebesbeziehung, die habe er dazu erfunden. Geschrieben und veröffentlicht wurde das Buch allerdings erst 2010, ungefähr ein halbes Jahr vor der Reaktorkatastrophe in Fukushima. Danach war der Ausstieg aus der Atomenergie auf Regierungsebene beschlossene Sache. Das habe den Verkauf der zweiten Auflage negativ beeinflusst, gab der Künstler zu. Die Schüler hatten sich vorab über die WAA und den Widerstand informiert und stellten dem Autor anschließend Fragen, die der Gast gerne und auch ausführlich beantwortete.