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Jung, schlagfertig, locker



Pauline Füg verstand es, die Schüler der BFSF 1 sofort in den Bann zu ziehen. Die Wortakrobatin, die mit Buchhändlerin Maria Rupprecht unsere Schule besuchte, begann als Abiturientin vor zehn Jahren mit dem Slammen. Inzwischen ist das Hobby zu ihrem  Beruf geworden, sie hat mehrere Preise gewonnen (zum Beispiel 2011 den Kulturpreis Bayern) und ist zu Workshops und Poetry-Slams quer durch die Republik unterwegs. Das ständige Reisen führt, wie sie gerne einräumt, dazu, dass sie so manchen Grillabend im Freundeskreis sausen lassen muss, aber beschert ihr auch immer wieder Ideen und Anregungen für neue Texte.

Poetry-Slammer müssen ihre Texte selbst verfassen, dürfen keine Hilfsmittel wie Kostüme oder Instrumente verwenden und haben in der Regel nur fünf Minuten Zeit für ihren Vortrag. Gerade Letzteres macht diesen Dichterwettstreit, der aus den USA nach Deutschland kam und bei dem das Publikum am Ende darüber entscheidet, wer gewinnt, so kurzweilig. Nach einem kurzen Einführungsfilm und einer Textkostprobe von Pauline Füg war es für die Schüler vorbei mit der Zuhörerrolle. In nur zwanzig Minuten sollten sie selbst einen Text verfassen,  „das schlechteste Gedicht der Welt“.

 

Jetzt sitz' ich hier und hab' null Plan, was ich schreiben soll.

Das schlechteste Gedicht der Welt?

Dabei habe ich doch gerade so viele Ideen für gute Gedichte -

über Boston und die Trauer, die ich bei den Bildern empfand.

Darüber, dass ich nie lernte, stolz darauf zu sein, woher ich komme,

über Vorurteile und Intoleranz.

Jetzt sitz' ich hier und hab' null Plan, worüber ich schreiben soll.

Das schlechteste Gedicht der Welt?

Denn beurteilen, ob gut oder schlecht

das konnt' ich noch nie so recht.

Nina Gassners Beitrag gefiel ebenso wie die anderen „schlechten Gedichte“. Respect for the poet lautet ein Grundsatz des Poetry-Slam. Dessen konnten sich diejenigen, die sich trauten ihre Werke vorzutragen, sicher sein. Apropos Vortrag: Beim Slammen sind Rhythmus, Sprechtempo, deutliche Aus-sprache und die richtige Lautstärke entscheidend. Abschließend trainierte Pauline Füg mit der Gruppe diese Fertigkeiten. Gar nicht so einfach: Versuchen Sie mal die Worte Whiskey-Mixer, Messwechsel, Wachsmaske immer wieder oder im schnellen Wechsel unterschiedlich laut auszusprechen. Würde man aus diesen Begriffen ein Gedicht machen, käme wohl ein weiteres Prinzip der Poetry-Slam-Szene zum Tragen: If you don't understand the poem, feel it.